Laut dem neuesten Halbjahresbericht von Numeum, dem führenden Verband der Digitalunternehmen in Frankreich, soll das Wachstum des Marktes bis 2025 auf +1,8 % begrenzt sein, deutlich unter den +4,1 %, die Ende 2024 erreicht wurden. Ein markanter Rückgang, der insbesondere die ESN und die Technologieberatung betrifft, vor dem Hintergrund einer wirtschaftlichen Lage, die wenig investitionsfreundlich ist.
Nur die Softwareanbieter und Cloud-Plattformen halten stand und verzeichnen ein Wachstum von +8,2 %, angetrieben durch die Migration in die Cloud (IaaS und PaaS) und Preisanpassungen. Diese Dynamik basiert jedoch weniger auf der Entstehung strukturierender Projekte, sondern eher auf einer bereits begonnenen technologischen Trägheit, und der Anziehungseffekt auf die ESN und die Technologieberatung bleibt begrenzt.
Erstmals werden diese beiden traditionell treibenden Segmente des Sektors voraussichtlich rückläufig sein: -2,1 % für die ESN und -2,5 % für die Beratung, mit einem signifikanten Rückgang der Auslastung der Teams.


Generative KI: bestätigtes Potenzial, verlangsamte Einführung
Die bemerkenswerteste Entwicklung liegt vielleicht in der Wahrnehmung der GenAI. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen (48 %) gibt an, derzeit an Projekten im Zusammenhang mit dieser Technologie zu arbeiten, gegenüber 29 % Ende 2023. Dennoch wandelt sich die Begeisterung nicht in massive Investitionen. Zwei Hindernisse überwiegen: der Mangel an Kompetenzen (47 %) und die Schwierigkeit, Anwendungsmöglichkeiten mit hohem Mehrwert zu identifizieren (ebenfalls 47 %).
Ungewisse Beschäftigungsperspektiven
In Bezug auf die Beschäftigung kehrt der Sektor auf das Niveau von 2022 zurück, mit etwa 666.000 Stellen. Nach einem Rückgang im Jahr 2024 verdüstern sich die Einstellungsaussichten, insbesondere für junge Absolventen und Auszubildende, wobei 36 % der Unternehmen einen Rückgang der Angebote für diese Kategorien erwarten.

Aufruf zur kollektiven Verantwortung
Numeum warnt vor der Gefahr, dass Frankreich zurückfällt, da der digitale Bereich nur 5,5 % des BIP ausmacht, verglichen mit 10 % in den USA, und es belegt den 22. Platz in Europa in Bezug auf die Nutzung digitaler Technologien in Unternehmen. Die Organisation plädiert für die Beibehaltung steuerlicher Anreize für Innovationen und fordert die öffentliche Hand und Unternehmen auf, massiv in die digitale Transformation zu investieren:
"Wir appellieren einerseits an die Verantwortung der politischen Entscheidungsträger, um ein investitionsfreundliches Klima zu gewährleisten, indem sie die Unterstützungsmechanismen für Innovation (Forschungssteueranreiz, Innovationssteueranreiz, Junges Innovatives Unternehmen, steuerliche Abschreibungen für innovative KMU) nicht infrage stellen; und wir appellieren andererseits an alle Führungskräfte der verschiedenen Wirtschaftssektoren, Investitionen zum Nutzen der französischen und europäischen Wirtschaft sicherzustellen (Entwicklung der europäischen digitalen Autonomie in Bezug auf Technologie und Kompetenzen)."
Wie Véronique Torner, Präsidentin von Numeum, abschließend feststellt:
"Das Digitale ist das Orakel unserer Wettbewerbsfähigkeit. Es ist dringend erforderlich, die Tendenz umzukehren, da Frankreich ernsthaft Gefahr läuft, im internationalen Wettbewerb abgehängt zu werden."
