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Die vierte Ausgabe der The Paris Conference on AI & Digital Ethics findet am 11. und 12. Juni 2026 bei Mines Paris statt. Nach einer Ausgabe 2025, die den Bedrohungen der politischen Systeme und der demokratischen Resilienz gewidmet war, erweitert PCAIDE in diesem Jahr ihr Programm auf vier große zeitgenössische Herausforderungen der künstlichen Intelligenz: Gesundheit, Arbeit, soziale Interaktionen und Umwelt.
Am 11. und 12. Juni wird Mines Paris die vierte Ausgabe von The Paris Conference on AI & Digital Ethics - PCAIDE - ausrichten, ein internationales Treffen, das sich den ethischen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Fragen der künstlichen Intelligenz und der digitalen Technologien widmet.
Die Konferenz wird in einem Format organisiert, das eingeladene Vorträge, akademische Präsentationen, Podiumsdiskussionen und Poster-Sessions umfasst. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe 2026 liegt auf den konkreten Transformationen, die die KI in mehreren strukturellen Bereichen verursacht: Gesundheitssysteme, Arbeitsorganisationen, zwischenmenschliche Beziehungen und Umweltpolitik.
Eine Ausgabe, die sich um vier große Achsen strukturiert
Das Programm 2026 wird am 11. Juni mit einem Vormittag eröffnet, der sich der KI und Gesundheit widmet. Die Diskussionen werden sich insbesondere mit bioethischen Fragen in der medizinischen Industrie, der Verantwortlichkeit von KI-Systemen in Gesundheitssystemen, der Definition und Regulierung von Neurodaten und den Anwendungen der prädiktiven digitalen Phänotypisierung in der psychischen Gesundheit befassen.
Zu den angekündigten Rednern gehören unter anderem Prof Jenifer Blumenthal, Professorin für medizinische Ethik am Baylor College of Medicine, Saila Rinne, Leiterin der Einheit AI in Health and Life Sciences beim EU AI Office, Prof Katrina Bramstedt, Global Head of Bioethics bei Roche, sowie mehrere Forscher vom CEA, der Universität Cambridge, IBM Research, der Universität Hertfordshire und dem NHS.
Der Nachmittag des 11. Juni wird der KI und Arbeit gewidmet sein. Die Diskussionen werden sich mit der Makroökonomie der KI, der Transformation der kreativen Arbeit durch generative KI, den mit GenAI-Tools verbundenen Opazitätsmechanismen in professionellen Umgebungen und den neuen Formen der Verantwortung in Organisationen befassen, wenn KI-Systeme an Entscheidungen, Produktionen oder der Bewertung von Arbeit beteiligt sind.
Diese Sitzung wird unter anderem Dr Antonin Bergeaud, Associate Professor für Wirtschaftswissenschaften an der HEC Paris, Dr Tom van Nuenen, Lecturer und Senior Data Scientist an der UC Berkeley, Dr Primavera De Filippi, Forschungsdirektorin am CNRS, Dr Mar Carpanelli, Head of AI and Skills Research bei LinkedIn, Jeremy Lamri, CEO von Tomorrow Theory und Les Émergences, sowie Dr Hubert Étienne, Vorsitzender des wissenschaftlichen Komitees von PCAIDE, zusammenbringen.
Debatten über soziale Interaktionen und die Umweltauswirkungen der KI
Der zweite Tag beginnt mit einem Vormittag, der sich den sozialen Interaktionen im Zeitalter der KI widmet. Das Programm wird unter anderem die Bindung an konversationelle Agenten, die Koevolution zwischen Menschen und KI-Systemen, die Frage der moralischen Kompetenz der Modelle, die Erziehung zur Autonomie von Kindern in einer technologischen Umgebung und die Auswirkungen der affektiven Personalisierung in Mensch-Maschine-Interaktionen behandeln.
Prof Sven Nyholm, Professor für KI-Ethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wird den Tag eröffnen. Prof Matthias Scheutz, Professor an der Tufts University und Direktor für Human-AI Interactions am Tufts Institute for AI, wird über die soziale Anziehungskraft von generativen KI sprechen. Eine Diskussion wird auch Dr Nataliya Kosmyna, Forscherin am MIT Media Lab und Gastforscherin bei Google, Maria Melchior, Forschungsdirektorin bei Inserm, sowie Prof Sylvie Delacroix, Gründerin des Centre for Data Futures am King's College London, zusammenbringen.
Der Nachmittag des 12. Juni wird der KI und der Umwelt gewidmet sein. Die Beiträge werden die Auswirkungen von Rechenzentren, die durch KI unterstützte Klimamodellierung, die Anwendungen der KI zur Analyse physischer Klimarisiken, Umweltgerechtigkeit und die zentrale Frage behandeln: Kann KI wirklich helfen, den Klimawandel zu lösen, und unter welchen Bedingungen?
Dr Sasha Luccioni, AI & Climate Lead bei Hugging Face und Inhaberin des Lehrstuhls AI & Social Justice, wird über die zwei Seiten der nachhaltigen KI sprechen: KI im Dienst der Nachhaltigkeit, aber auch die Nachhaltigkeit der KI selbst. Die abschließende Diskussion wird unter anderem Theo Alves, Partner AI & Sustainability bei Ekimetrics und Präsident von Data For Good, Dr Golestan Radwan, Chief Digital Officer des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Dr Somya Joshi, Forschungsdirektorin am Stockholm Environment Institute, und Prof Matthias Scheutz zusammenbringen.
Ein Raum für Dialog zwischen Forschung, Industrie und öffentlicher Politik
Über das akademische Programm hinaus bestätigt PCAIDE seine Position als interdisziplinärer Dialograum zwischen Forschern, Institutionen, Industrieakteuren, Ethikexperten und politischen Entscheidungsträgern. Ziel ist es, über eine rein technische Herangehensweise an künstliche Intelligenz hinauszugehen, um ihre Einsatzbedingungen, sozialen Auswirkungen und kollektiven Implikationen zu hinterfragen.
Diese Ausgabe findet in einem Kontext statt, in dem sich die Debatten über KI zunehmend auf reale Anwendungen verlagern: medizinische Geräte und sensible Daten, Automatisierung der Arbeit, konversationelle Begleiter, Umweltkosten, Governance von Modellen und Verantwortung der Organisationen. Durch die Zusammenführung von Profilen aus Universitäten, Forschungslaboren, Technologieunternehmen, europäischen Institutionen und internationalen Organisationen will PCAIDE dazu beitragen, diese Debatten auf internationaler Ebene zu strukturieren.
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